Möglichkeiten und Grenzen der Leishmaniose-Impfung

Wer mit seinem Hund Urlaub im Süden macht, möchte wissen, wie er seinen Vierbeiner vor der Leishmaniose schützen kann. In diesem Jahr steht dafür erstmals ein Impfstoff in Deutschland zur Verfügung. Über Möglichkeiten und Grenzen der Impfung hier die wichtigsten Fakten:

• Die Leishmaniose, ausgelöst durch den Erreger Leishmania infantum, wird über die Stiche einer bestimmten Mückenart übertragen. Diese Mücken sind im südlichen Europa weit verbreitet. Wer mit seinem Vierbeiner in gefährdete Regionen reist, muss seinen Hund entsprechend schützen.

• Im Frühjahr 2011 kam in Portugal erstmals ein Impfstoff gegen die Leishmaniose auf den Markt. Inzwischen ist dieser Impfstoff auch in Deutschland und anderen europäischen Ländern zugelassen.

• Der Impfstoff ist sehr wirkungsvoll, schützt den Hund aber nicht zu 100 %. Aber auch ein Mückenschutz mit einer Tierarznei (Spot-On oder Halsband) kann eine Infektion nicht ausschließen. Optimal ist daher eine Kombination aus Impfung und einem speziellen Mückenschutz für Hunde.

• Es dürfen nur Hunde geimpft werden, die älter als 6 Monate sind und Leishmania-negativ getestet sind, den Leishmaniose-Erreger also nicht bereits in sich tragen.

• Wird ein Hund zum ersten Mal gegen Leishmaniose geimpft, muss er drei Impfungen in jeweils dreiwöchigen Abständen erhalten. Vier Wochen nach der dritten Impfung ist der Impfschutz voll ausgeprägt. Möchte man mit seinem Hund ins Ausland fahren, sollte man ihn entsprechend frühzeitig impfen.

• Die Wirkung der Impfung hält über 12 Monate an. Wer einen anhaltenden Impfschutz wünscht, muss also nach einem Jahr nachimpfen. Bei der Nachimpfung reicht aber eine einmalige Impfung aus.

• Geimpfte Hunde können von einigen Bluttests als „Leishmaniose-positiv“ bewertet werden. Denn: Nicht alle gängigen Leishmaniose-Bluttests können geimpfte von infizierten Hunden unterscheiden. Es gibt jedoch spezielle Labortests, mit dem sich klären lässt, ob es sich um einen geimpften Hund handelt oder einen Hund, der von Leishmanien befallen ist. 

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