Herbstgrasmilben: Tipps zum Schutz vor der juckenden Plage

Sie sind winzig klein, orange-rot und lauern jetzt im Gras und auf anderen Pflanzen: die Larven der Herbstgrasmilbe. Streifen Hund oder Katze durch befallenes Grün, fangen sie sich den Parasiten ein. Auf dem Tier setzen sich die Larven dann umgehend fest und saugen Blut. Dies erklärt auch, warum meist nur solche Körperregionen betroffen sind, mit denen Boden oder Pflanzen aktiv berührt werden, z. B. Pfoten, Beine, Bauch, Brust, Kopf oder Ohren.

Haben die Larven auf dem Tier ausreichend Blut gesaugt, verlassen sie ihr Opfer und entwickeln sich anschließend in freier Natur zu ausgewachsenen Milben. Dies ist meist bereits nach wenigen Tagen der Fall – einer der wenigen "Vorteile" der Herbstgrasmilbe. Denn auch ohne Behandlung ist der Befall nur vorrübergehend. Und auch ein Befall der Wohnräume, wie er z. B. bei Flöhen vorkommen kann, ist bei der Herbstgrasmilbe nicht zu befürchten.

Das Problem aber ist, dass die Milben in den wenigen Tagen, die sie auf dem Tier Blut saugen, eine Allergie auslösen, die zu stark juckenden Hautreaktionen führt. Und dieser, durch die Allergie ausgelöste Juckreiz, bleibt meist noch einige Zeit bestehen, auch wenn die Larven das Tier wieder verlassen haben.  

Wie kann ich meinen Vierbeiner schützen?

Leider gibt es kein "Patentrezept" gegen Herbstgrasmilben. Vorbeugen können Sie, indem Sie Ihre Katze vorrübergehend im Haus halten oder mit Ihrem Hund Auslaufflächen meiden, auf denen sich bekanntermaßen viele Herbstgrasmilben befinden.

In der Tierarztpraxis bekommen Sie außerdem Floh- und Zeckenschutzmittel, von denen bestimmte Präparate auch Herbstgrasmilben abschrecken. Besonders bewährt haben sich dabei Sprays, da diese alle drei bis fünf Tage direkt auf die gefährdeten Körperregionen aufgetragen werden können. Alternativ können Sie auch medizinische Shampoos mit Wirkstoffen der Pyrethroid-Klasse anwenden und die entsprechenden Körperstellen alle paar Tage waschen.  

Hat sich Ihr Tier trotzdem Herbstgrasmilben eingefangen, können Sie Hautirritationen und Juckreiz mit entzündungshemmenden Salben oder Cremes (z. B. mit Glucokortikoiden) behandeln. So mildern Sie nicht nur die Qual für Ihr Tier, sondern verhindern auch, dass durch anhaltendes Kratzen und Beknabbern der betroffenen Stellen zu ernsthaften Hautschäden kommt. Geeignete Salben und Cremes erhalten Sie ebenfalls in der Tierarztpraxis.

Übrigens: Hunde und Katzen können sich nur mit Herbstgrasmilben anstecken, indem sie die Larven direkt von befallenem Grün abstreifen. Auch der Mensch kann sich auf diesem Weg Herbstgrasmilben einfangen. Eine Übertragung von Tier zu Tier, von Tier zu Mensch oder von Mensch zu Tier ist aber nicht möglich.

 

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