TierärzteInnen und Praxisteams
Wirkverlust (Resistenzen) bei Wurmkuren möglich?
30.06.2010Manche Tierhalter haben die Sorge, dass bei häufiger Nutzung von Wurmkuren die Wirkstoffe mit der Zeit ihren Effekt verlieren und irgendwann nicht mehr helfen (Resistenz). Diese Sorge ist verständlich, aber bisher unbegründet. Denn bei Hunden gab es bisher nur wenige Fälle in Australien, in denen vermutet wurde, dass Hakenwürmer auf einen bestimmten Wirkstoff nicht mehr reagieren oder unempfindlich dagegen wurden.
Anders ist dies bei Schafen und Pferden. Hier gibt es zahlreiche nachgewiesene Fälle solcher Wirkverluste. Dies ist vermutlich darauf zurückzuführen, dass in Schafbetrieben und Pferdeställen eine große Gruppe permanent zusammenlebender Tiere in hoher Frequenz mit dem gleichen Wirkstoff behandelt wird. Die dort im Betrieb lebende „Wurmfamilie“ bekommt somit die Gelegenheit, sich über Generationen hinweg auf Dauer zunehmend gegen diesen Wirkstoff zu wappnen. Bei Hunden und Katzen, die in einem normalen Haushalt leben, sind diese Voraussetzungen aber nicht gegeben. Sie werden einzeln zu unterschiedlichen Zeitpunkten und mit einer Vielzahl unterschiedlicher Wirkstoffe behandelt. Darüber hinaus kommen sie auf ihren Spaziergängen und Ausflügen mal hier, mal dort mit immer wieder neuen „Wurmpopulationen“ in Kontakt. Die Gefahr, dass sich Resistenzen ausbilden, ist daher sehr viel geringer.
Ein Sonderfall sind größere Hunde- und Katzenbestände wie Tierheime, Zwinger, große Zuchten oder ähnlich intensive Haltungsformen. Zwar gibt es auch hier keine dokumentierten Fälle eines Wirkverlusts, aber aus der Erfahrung der Großtierhaltung heraus empfiehlt es sich, die Anwendung von Wurmkuren in solchen größeren Hunde- und Katzenbeständen sorgfältig zu planen, die Wirkstoffe zu wechseln und Entwurmungen durch Kotuntersuchungen zu begleiten, um die anhaltende Wirksamkeit der Wirkstoffe sicher zu stellen.
Archiv
03.11.2011 ESCCAP ist seit Kurzem auch bei Facebook aktiv und bittet alle Tierhalter, denen der Service von ESCCAP gefällt und die ebenfalls auf Facebook vertreten sind, sich dort mit ESCCAP zu vernetzten. Zum ESCCAP-Profil… [weiter im Text]
12.10.2011 Der Sinn von Kotuntersuchungen und Entwurmungen ist, Hunde und Katzen vor gesundheitlichen Schäden durch einen Wurmbefall zu schützen. Gleichzeitig soll dafür gesorgt werden, dass die Vierbeiner möglichst… [weiter im Text]
07.06.2011 Hat sich mein Hund mit dem Leishmaniose-Erreger angesteckt? Diese Frage stellt sich Tierhaltern, wenn sie mit ihrem Hund in bestimmten südlichen Ländern im Urlaub waren oder sie einen Hund von dort aus… [weiter im Text]
24.03.2011 In einer 2-seitigen Information hat ESCCAP jetzt die wichtigsten Fakten zur Bekämpfung von Spulwürmern bei Welpen, trächtigen und säugenden Hündinnen zusammengefasst. Darin gibt ESCCAP nicht nur konkrete… [weiter im Text]
23.02.2011 Zecken überwintern in Form von Eiern, Larven und Nymphen in oberen Erdschichten oder unter dichtem Laub. In ihre »Winterruhe« begeben sich diese Zeckenstadien, wenn die Außentemperatur auf unter 6… [weiter im Text]
14.01.2011 Hartnäckige oder immer wiederkehrende Durchfälle bei Hunden und Katzen können von bestimmten einzelligen Parasiten, den Giardien verursacht werden. Durchschnittlich jeder 6. Hund und jede 8. Katze in… [weiter im Text]
28.10.2010 Besonders im Winter werden Hunde und Katzen bevorzugt von Flöhen befallen, die sich aus Eiern, Larven und Puppen innerhalb der eigenen Wohnung entwickeln. Da diese Entwicklungsstadien über 95% der gesamten… [weiter im Text]
31.08.2010 Die gesundheitlichen Beeinträchtigungen von Hunden und Katzen durch einen Wurmbefall werden vielfach unterschätzt. Wie stark Organismus und Immunsystem beansprucht werden, zeigt zum Beispiel die Tatsache,… [weiter im Text]
30.07.2010 Das Besondere an Bandwürmern ist, dass sich Hunde und Katzen damit nicht anstecken, indem sie Wurmeier, die andere Tiere mit dem Kot ausscheiden, aufnehmen, sondern eine Übertragung über so genannte… [weiter im Text]
30.06.2010 Manche Tierhalter haben die Sorge, dass bei häufiger Nutzung von Wurmkuren die Wirkstoffe mit der Zeit ihren Effekt verlieren und irgendwann nicht mehr helfen (Resistenz). Diese Sorge ist verständlich,… [weiter im Text]
31.05.2010 Es gibt derzeit noch keine Impfungen für Hunde und Katzen, die einen Zeckenbefall verhindern oder dazu führen, dass Zecken auf dem Tier abgetötet werden. Einen Impfstoff gibt es lediglich für eine… [weiter im Text]
30.04.2010 Die Vorstellung, dass sich das eigene Tier bei Spaziergängen oder Streifzügen im Freien am Kot anderer Tiere mit Würmern ansteckt, ist ärgerlich und unappetitlich. Zumal unsichtbare Wurmeier in dem… [weiter im Text]
31.03.2010 Kurz, knapp und leicht verständlich gibt ESCCAP deutschen Hundehaltern, die mit ihrem Hund ins Ausland reisen möchten, folgende Tipps zum Schutz des Vierbeiners vor Leishmaniose und Herzwürmern: Leishmaniose… [weiter im Text]
03.03.2010 Die gesundheitliche Beeinträchtigung von Hunden und Katzen durch Wurmbefall wird vielfach unterschätzt. Wie stark Organismus und Immunsystem beansprucht werden, zeigt zum Beispiel, dass es bei einem… [weiter im Text]
16.12.2009 Für bestimmte Hunde und Katzen empfiehlt ESCCAP eine monatliche Entwurmung. Immer wieder fragen Tierhalter/innen bei ESCCAP an, worauf sich diese Empfehlung stützt. Hierzu folgende Hintergründe:… [weiter im Text]
20.11.2009 Wenn Sie Ihrem Hund oder Ihrer Katze eine Wurmkur geben, wirkt diese rund 24 Stunden lang. In dieser Zeit werden die Würmer und deren Entwicklungsstadien, die sich im Darm des Tieres befinden, abgetötet.… [weiter im Text]
29.10.2009 Für einige Hunde und Katzen empfiehlt ESCCAP einen Floh- und Zeckenschutz auch in den Herbst- und Wintermonaten. Denn Flöhe finden in beheizten Räumen optimale Bedingungen und haben damit unabhängig… [weiter im Text]
22.09.2009 Im Internet und Zoofachhandel sind so genannte Flohmittel erhältlich, die Neembaumöl enthalten. Viele Halter verwenden das ätherische Öl auch in Reinform. Doch für Katzen sind diese Mittel giftig.… [weiter im Text]
08.09.2009 Kratzt sich ein Tier regelmäßig, so ist die Wahrscheinlichkeit, dass es Flöhe hat, recht hoch. Nicht immer lassen sich die Flöhe mit dem bloßen Auge auf dem Tier erkennen. Vor allem bei Tieren mit… [weiter im Text]
29.07.2009 Entdecken Sie eine Zecke auf Ihrem Tier, so sollten Sie diese umgehend entfernen, um eine mögliche Übertragung von Krankheitserregern zu verhindern. Zur Entfernung der Zecke sollten Sie geeignete Instrumente… [weiter im Text]
16.06.2009 Je nach Alter, Haltungsform, Ernährung und Nutzung Ihres Tieres ist sein Risiko, sich mit Würmern anzustecken, unterschiedlich hoch. Ermitteln Sie hier das individuelle Risiko Ihres Tieres und lesen… [weiter im Text]
29.05.2009 In diesen Wochen werden die so genannten Maikätzchen geboren und schon bald in ein neues Zuhause abgegeben. Da sich Katzenwelpen bereits über die Muttermilch massiv mit Spulwürmern anstecken können,… [weiter im Text]
04.05.2009 Werden Hunde und Katzen während der Urlaubszeit in einer Tierpension oder bei einem Tiersitter gemeinsam mit anderen Hunden und Katzen untergebracht, so sollten die Entwurmungen vor und nach dieser Zeit… [weiter im Text]
31.03.2009 Giardien sind winzige, einzellige Parasiten, die im Dünndarm sitzen. Betroffene Hunde und Katzen scheiden ansteckende Stadien mit dem Kot aus, so dass Giardien über die Umwelt, verunreinigtes Wasser… [weiter im Text]
10.03.2009 Aktuell hat ESCCAP eine „Empfehlung zur Bekämpfung von Hautpilzen bei Kleintieren“ herausgegeben. ESCCAP möchte Tierhaltern damit konkrete, klare Informationen an die Hand geben, die ihnen helfen,… [weiter im Text]
19.02.2009 Wohnungskatzen haben ein relativ geringes Risiko, sich mit Würmern anzustecken, aber: Auch Wohnungskatzen können Würmer haben und für den Menschen ansteckende Wurmeier ausscheiden. In einer Untersuchung… [weiter im Text]
21.01.2009 Was tun, wenn Hund oder Katze gern Kot anderer Tiere fressen? Stecken sie sich dann mit Würmern an? Dazu folgende Informationen: Fressen Hund oder Katze den Kot ihrer Artgenossen, so ist die Wahrscheinlichkeit,… [weiter im Text]
19.12.2008 ESCCAP empfiehlt für Hunde und Katzen eine sachgerechte Wurmkontrolle und damit auch regelmäßige Wurmkuren. Wie belastend aber sind diese Wurmkuren für das Tier? Natürlich hat ESCCAP bei seinen Empfehlung… [weiter im Text]
13.11.2008 Grundsätzlich können zur Bekämpfung von Würmern bei Hund und Katze anstelle sachgerechter Entwurmungen auch Kotuntersuchungen vorgenommen werden. Ziel ist es, auf diesem Weg festzustellen, ob ein Tier… [weiter im Text]
17.10.2008 Über 20 % aller Hunde tragen in ihrem Fell unsichtbare Spulwurmeier, an denen sich auch der Mensch anstecken kann. So lautet das Ergebnis einer aktuellen Studie, die kürzlich in der internationalen Fachpresse… [weiter im Text]
11.09.2008 Stecken sich Menschen mit dem Fuchsbandwurm an, befällt dieser nicht den Darm, sondern bildet in lebenswichtigen Organen wie der Leber gefährliche Zysten. Es kommt zur alveolären Echinococcose, einer… [weiter im Text]
18.07.2008 Das Zusammenleben mit Hunden und Katzen – zumal, wenn sie fachgerecht entwurmt und gegen Ektoparasiten wie Flöhe behandelt sind – stellt für den Menschen kein großes Risiko dar. Im Gegenteil: Es… [weiter im Text]
08.07.2008 Frisst ein Tier rohes Fleisch, Innereien oder Schlachtabfälle, die nicht entsprechend erhitzt oder eingefroren wurden, besteht die Gefahr, dass es sich mit Wurmstadien ansteckt, die im Fleisch verborgen… [weiter im Text]
01.07.2008 Aktuell hat ESCCAP in Kooperation mit großen deutschen Tierärzteverbänden einen Info-Flyer für Tierhalter mit dem Titel Wie oft muss ich mein Tier entwurmen? herausgegeben. Ziel ist es, Tierhaltern… [weiter im Text]