• Ausschließlich im Haus gehaltene und nicht mit Rohfleisch gefütterte Katzen stellen keinerlei Risiko für den Menschen dar.
  • Für erwachsene, gesunde Menschen besteht ein extrem geringes Risiko, an Toxoplasmose zu erkranken.
  • Immungeschwächte erwachsene Personen können in seltenen Fällen an einer Toxoplasmose erkranken. Es kommt dann meist zu allgemeinen Anzeichen eines Infektes oder selten auch zu Problemen an Nerven und Organen wie Auge oder Gehirn.
  • Für schwangere Frauen, die bereits zuvor mit Toxoplasma Kontakt hatten und einen positiven Antikörpertiter haben, besteht bezüglich Toxoplasma keinerlei Risiko.
  • Kommt eine schwangere Frau während der Schwangerschaft das erste Mal mit Toxoplasma in Kontakt, kann dies das ungeborene Kind gefährden.

Dies bedeutet, dass ein konkretes Risiko nur dann besteht, wenn eine Freilaufkatze oder eine mit Rohfleisch gefütterte Katze in einem Haushalt lebt, in dem immungeschwächte Personen oder eine schwangere Frau sind, die nie zuvor mit Toxoplasma Kontakt hatten.

Ansteckungsmöglichkeiten:

  • Verzehr von rohem oder ungenügend erhitztem Fleisch (insbesondere Schwein, Schaf und Ziege), das Toxoplasmose-Zysten in sich trägt.
  • Aufnahme von ansteckenden Toxoplasmose-Oozysten aus der Umwelt, insbesondere im Rahmen von Gartenarbeit, in Sandkästen, durch Aufnahme verschmutzten Oberflächenwassers oder beim Verzehr von verschmutztem Gemüse oder Schalentieren.
  • Kontakt mit Plazentagewebe infizierter Schafe oder Ziegen.
  • Ansteckung ungeborener Kinder im Mutterleib.

Schutzmaßnahmen:

Für schwangere Frauen, bei denen vor der Schwangerschaft keine Infektion mit Toxoplasmen erfolgt ist, sowie für Personen mit hohem Erkrankungsrisiko, z. B. immunsupprimierte Personen werden folgende Maßnahmen empfohlen:

  • Verzehr von Fleisch nur nach ausreichendem Erhitzen (70 °C Kerntemperatur über 5-10 Min.) oder Tiefgefrieren (- 20 °C für mindestens 2 Tage).
  • Hygienische Vorsichtsmaßnahmen beim Zubereiten von Fleisch, anschließend Händewaschen.
  • Arbeitsplätze in der Fleischindustrie (Schlachthof, Zerlegebetrieb) beherbergen ein hohes Infektionsrisiko (Berufsrisiko) und sind deshalb in der Schwangerschaft zu meiden.
  • Schwangere Frauen sollten nicht beim Lammen von Schafen oder Ziegen assistieren, um Kontakt zu infiziertem Plazentagewebe zu verhindern.
  • Kein Kontakt zu Katzenkot.
  • Tragen von Handschuhen bei der Gartenarbeit.
  • Kein ungefiltertes Wasser (ohne Trinkwasserqualität) trinken.
  • Da Toxoplasma-Oozysten erst 2-5 Tage nach der Ausscheidung ansteckend sind, sollten Katzentoilette und Garten täglich durch andere, weniger gefährdete Personen von frischem Kot bereinigt werden. Der Kot sollte in einem verschlossenen Müllbeutel über den Hausmüll entsorgt werden.
  • Reinigen der Katzentoilette mit heißem Wasser durch andere, weniger gefährdete Personen.