Welcher Schutz vor Babesiose ist vor einer geplanten Reise in ein Endemiegebiet empfehlenswert?

Zunächst gelten grundsätzliche Maßnahmen zur Zeckenprophylaxe. Bei einem Aufenthalt in Gebieten, in denen durch Zecken übertragbare Krankheiten wie Babesiose vorherrschen, ist ein lückenloser Schutz, d.h. für die gesamte Dauer des Aufenthaltes, mit einem Zeckenschutz-Präparat empfehlenswert.

Wie empfehlenswert sind weitere prophylaktische Maßnahmen zum Schutz vor Babesiose, wie Impfung oder Chemoprophylaxe?

Eine Impfung gegen Babesia canis kann vor geplanten Reisen in Endemiegebiete in Erwägung gezogen werden. Nach wie vor steht in Deutschland kein zugelassener Impfstoff zur Verfügung (Stand: 01/2019), Impfstoffe können jedoch aus einigen europäischen Ländern bezogen werden. Die Impfung ist kein Ersatz für andere prophylaktische Maßnahmen wie etwa Ektoparasitika, da er die Infektion nicht verhindert. Darüber sollten Besitzer aufgeklärt werden. Der Nutzen der Impfung besteht darin, dass geimpfte Tiere meist weniger schwer erkranken. Auch die Chemoprophylaxe   durch ein Babesizid schützt nicht vor einer Infektion, kann aber eine schwerwiegende Erkrankung verhindern. Sie kann vor Reisen in Risikogebiete erwogen werden. Allerdings gilt es, Nutzen und Risiken (mögliche unerwünschte Arzneimittelwirkungen des Babsizids) gründlich gegeneinander abzuwägen.

Gibt es Resistenzen gegen Insektizide und Repellenzien?

Bei Phlebotomen, als den Vektoren der Leishmaniose, liegen gegenwärtig keine Berichte über Resistenzen gegen Pyrethroide vor. Für ein Therapieversagen aufgrund resistenter Zecken liegen zurzeit keine Belege in Europa vor. Besteht der Verdacht des Therapieversagens, gilt es zunächst zu prüfen, ob ein geeignetes Mittel in adäquater Dosierung und in sachgemäßer Anwendung zum Einsatz kam. Bei begründeten Zweifeln sollten Hersteller und das Bundesministerium für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit darüber informiert werden. Um Resistenzen zu vermeiden, erscheint es sinnvoll, innerhalb einer Population (z.B. in Tierheimen) regelmäßig (d.h. mindestens jährlich) die Wirkstoffklasse zu wechseln.