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3D-Abbildung des Hautwurm Dirofilaria repens

Dirofilaria repens: Besteht das Risiko einer Etablierung in Deutschland?

Unkategorisiert Allgemein Allgemein TA, TH

Neue Untersuchung zu Hautwürmern deutet auf potenzielles Verbreitungsrisiko in Brandenburg hin

Der Hautwurm Dirofilaria repens ist bislang in östlichen und südlichen Regionen Europas sowie in Afrika und Asien endemisch, kürzlich jedoch wurde er auch in der Region Berlin-Brandenburg bei Hunden, Moskitos sowie auch bei einem Menschen nachgewiesen. Im Juli 2016 wurde nun eine aktuelle Publikation vorgelegt, die sich zum Ziel setzte, genauere Daten hinsichtlich der Prävalenz von D. repens-Infektionen bei Hunden und anderen CVBD (caninen vector-borne Diseases) zu erhalten. Zwar reichen die aktuellen Ergebnisse derzeit nicht als Beweis für eine stattfindende Etablierung von D. repens aus, dennoch schätzen ExpertInnen das Risiko als hoch ein, da der Erreger wiederholt sowohl in Hunden als auch in Stechmücken nachgewiesen werden konnte. Um die Zahl der Hautwurm-Infektionen bei Hunden in Deutschland – und das damit verbundene potenziell ansteigende Risiko für die Gesundheit des Menschen – künftig zu überwachen, seien jedoch weitere Studien erforderlich, schlussfolgern die ForscherInnen der aktuellen Studie, darunter WissenschaftlerInnen vom Institut für Parasitologie und Tropenveterinärmedizin der Freien Universität Berlin um Prof. Georg von Samson-Himmelstjerna, Vorsitzender von ESCCAP (European Scientific Counsel Companion Animal Parasites) Deutschland e.V.

Während eine Infektion mit dem Hautwurm bei Hunden überwiegend klinisch unauffällig verläuft, spielt sie für den Menschen als deren Fehlwirt eine größere Rolle, da sie hier empfindliche Krankheiten auslösen kann. Nach dem Stich infizierter Stechmücken gelangen die Larven des Erregers ins Blut und erreichen schließlich diverse Organsysteme, darunter die Haut, Augen oder verschiedene innere Organe, und rufen entsprechende organspezifische Krankheitssymptome hervor.

Die Ursache für die Verbreitung des Hundehautwurms liegt nach Ansicht der WissenschaftlerInnen vor allem an veränderten klimatischen Bedingungen mit ausreichend langen durchgängigen Wärmeperioden. Darüber hinaus spielen bei der Verbreitung der Parasiten in Europa vermehrte Auslandsreisen mit Hund sowie die Einfuhr mit D. repens infizierter ausländischer Hunde eine Rolle. „Unbehandelt können die Parasiten in Hunden bis zu sieben Jahre persistieren“, weiß Prof. Egbert Tannich, Leiter der Abteilung für Molekulare Parasitologie am Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM). Er betont, dass es besonders wichtig sei, möglichst viele befallene Hunde zu identifizieren und zu behandeln, um so eine Ausbreitung des Hundehautwurms zu unterbinden.

Prof. von Samson-Himmelstjerna rät zudem: „Bereits infizierte Tiere sollten über mindestens sechs Monate behandelt werden, und nach Absetzen der Medikation sollte regelmäßig darauf untersucht werden, ob wieder sogenannte Blutstadien auftreten.“ Weil die Entwicklungsdauer infektionstüchtiger Larven in den Stechmücken temperaturabhängig ist, sei eine gezielte Vorbeugung gegen den Erreger während der gesamten Mückensaison von März/April bis Oktober/November wichtig, um eine mögliche Infektionsgefährdung für den Menschen einzudämmen, betonte der Experte weiter.

In Deutschland ist zur Vorbeugung sowie zur Therapie bei befallenen Hunde einzig der Wirkstoff Moxidectin zugelassen. Zur Vorbeugung von D. repens-Infektionen bei Hunden kann nur eine regelmäßige monatliche Behandlung einen geeigneten Schutz bieten. Zur weiteren Reduktion eines Infektionsrisikos durch die Mücken eignen sich Repellentien sowie mechanische Schutzmaßnahmen wie Moskitonetze. Die Therapie einer bestehenden Infektion sollte mindestens sechs Monate andauern; auch nach dem Absetzen der Medikation sind regelmäßige Bluttests empfehlenswert. Die Entfernung von Hundehautwürmern beim Menschen kann chirurgisch erfolgen.

8. Oktober 2020/von 5xXwDWZY4Na60wRG
https://www.esccap.de/v2/wp-content/uploads/2020/10/csm_D._repens_adult_copyright_Bayer_01_c3f0d86a62.jpg 600 445 5xXwDWZY4Na60wRG https://www.esccap.de/v2/wp-content/uploads/2020/06/ESCCAP-DE-Logo-340x156-1.png 5xXwDWZY4Na60wRG2020-10-08 13:03:502021-05-10 15:41:57Dirofilaria repens: Besteht das Risiko einer Etablierung in Deutschland?
Vereinsvorstand von ESCCAP

Vereinsgründung ESCCAP e.V.

Unkategorisiert Allgemein Allgemein TA, TH

Am 16. Juli 2015 wurde ESCCAP Deutschland als Verein gegründet.

Als Vorstand wurden gewählt:

– Prof. Dr. Georg von Samson-Himmelstjerna als 1. Vorsitzender

– Prof. Dr. Barbara Kohn als 2. Vorsitzende

– Dr. Ard Nijhof als Schriftführer

4. August 2020/von 5xXwDWZY4Na60wRG
https://www.esccap.de/v2/wp-content/uploads/2020/10/csm_Vereinsvorstand_ESCCAP_klein_712a276eed.jpg 463 800 5xXwDWZY4Na60wRG https://www.esccap.de/v2/wp-content/uploads/2020/06/ESCCAP-DE-Logo-340x156-1.png 5xXwDWZY4Na60wRG2020-08-04 13:45:332021-03-19 11:16:21Vereinsgründung ESCCAP e.V.
Portrait - Prof. Dr. Georg von Samson-Himmelstjerna

Prof. Dr. Georg von Samson-Himmelstjerna übernimmt ESCCAP-Vorsitz in Deutschland

Unkategorisiert Allgemein Allgemein TA, TH

Prof. Dr. Georg von Samson-Himmelstjerna, Direktor des Instituts für Parasitologie der tierärztlichen Fakultät der FU Berlin, hat den Vorsitz von ESCCAP in Deutschland übernommen und tritt damit die Nachfolge des verstorbenen Prof. Dr. Thomas Schnieder, Leiter des Instituts für Parasitologie der Tierärztlichen Hochschule Hannover, an.

1. Juni 2020/von 5xXwDWZY4Na60wRG
https://www.esccap.de/v2/wp-content/uploads/2020/10/csm_mitglieder-samson-120x160_02_99a3060cb6.jpg 600 450 5xXwDWZY4Na60wRG https://www.esccap.de/v2/wp-content/uploads/2020/06/ESCCAP-DE-Logo-340x156-1.png 5xXwDWZY4Na60wRG2020-06-01 14:08:462021-03-19 11:24:03Prof. Dr. Georg von Samson-Himmelstjerna übernimmt ESCCAP-Vorsitz in Deutschland
Abbildung ESCCAP bei Facebook

ESCCAP jetzt auf Facebook – Vernetzung erwünscht

Unkategorisiert Allgemein Allgemein, Sonstiges TA, TH

ESCCAP ist seit Kurzem auch bei Facebook aktiv und bittet alle TierhalterInnen, denen der Service von ESCCAP gefällt und die ebenfalls auf Facebook vertreten sind, sich dort mit ESCCAP zu vernetzen.

Zum ESCCAP-Profil auf Facebook kommen Sie hier: Facebook Profilseite

1. Mai 2020/von 5xXwDWZY4Na60wRG
https://www.esccap.de/v2/wp-content/uploads/2020/10/csm_Pressebild_ESCCAP_Facebook_12_2011_5e1351419e.jpg 543 800 5xXwDWZY4Na60wRG https://www.esccap.de/v2/wp-content/uploads/2020/06/ESCCAP-DE-Logo-340x156-1.png 5xXwDWZY4Na60wRG2020-05-01 14:18:482021-03-19 11:27:15ESCCAP jetzt auf Facebook – Vernetzung erwünscht
Logo Deutsche Vet

ESCCAP Deutschland e.V. Verbandspartner der Deutschen Vet 2019

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ESCCAP Deutschland e.V. unterstützt als Vereinigung deutscher veterinärparasitologischer ExpertInnen den veterinärmedizinischen Fachkongress „Deutsche Vet“ im Juni 2019 als neuer Verbandspartner.

Neben den Bildungspartnern Thieme Verlag und der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover ist nun auch ESCCAP Deutschland ein weiterer Partner der „Deutschen Vet 2019“. Der Kongress findet vom 07. bis 08. Juni 2019 in Köln (Kölnmesse) statt und ist eine Veranstaltung für VeterinärmedizinerInnen und Tiermedizinische Fachangestellte.

Auf dem Fachkongress hält der erste Vorsitzende von ESCCAP Deutschland e.V. und Geschäftsführender Direktor des Instituts für Parasitologie und Tropenveterinärmedizin der Freien Universität Berlin Herr Professor Dr. Georg von Samson-Himmelstjerna am 07. Juni 2019 einen Vortrag über die Prävention parasitärer Erkrankungen bei Tier und Mensch.

Zudem wird ESCCAP vor Ort mit einem Stand vertreten sein und freut sich darauf, VeterinärmedizinerInnen und Tiermedizinischen Fachangestellten dort kostenfreies Informationsmaterial zur Parasitenbekämpfung bei Haustieren anzubieten. Mit vielen Empfehlungen und weiteren Infomaterialien bietet ESCCAP tiermedizinischen Berufsgruppen praktische Unterstützung für die tierärztliche Praxis an.

Hier geht es zur >> Website der Deutschen Vet

13. Dezember 2019/von 5xXwDWZY4Na60wRG
https://www.esccap.de/v2/wp-content/uploads/2020/06/DV_Koln_Logo_2019.jpg 600 777 5xXwDWZY4Na60wRG https://www.esccap.de/v2/wp-content/uploads/2020/06/ESCCAP-DE-Logo-340x156-1.png 5xXwDWZY4Na60wRG2019-12-13 14:34:592021-03-19 11:45:25ESCCAP Deutschland e.V. Verbandspartner der Deutschen Vet 2019

Leishmaniose beim Hund

Download Allgemein Allgemein TA, TH
9. Februar 2019/von 5xXwDWZY4Na60wRG
https://www.esccap.de/v2/wp-content/uploads/2020/06/csm_2_269512a823.jpg 145 190 5xXwDWZY4Na60wRG https://www.esccap.de/v2/wp-content/uploads/2020/06/ESCCAP-DE-Logo-340x156-1.png 5xXwDWZY4Na60wRG2019-02-09 16:07:542020-10-14 15:28:52Leishmaniose beim Hund

Babesiose & Ehrlichiose

Allgemein Allgemein TA, TH
9. Januar 2019/von 5xXwDWZY4Na60wRG
https://www.esccap.de/v2/wp-content/uploads/2020/06/csm_1_3b5340e289.jpg 145 190 5xXwDWZY4Na60wRG https://www.esccap.de/v2/wp-content/uploads/2020/06/ESCCAP-DE-Logo-340x156-1.png 5xXwDWZY4Na60wRG2019-01-09 15:22:032020-10-14 15:28:59Babesiose & Ehrlichiose
ESCCAP Logo

Stellungnahme zu dem Artikel von Prof. Dr. Pfister und Prof. Dr. Nolte

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zur ESCCAP-Empfehlung „Helminthen“, erschienen im April 2014 im „Roten Heft“ des bpt-Landesverbandes Bayern.

Die Autoren Prof. Dr. Kurt Pfister und Prof. Dr. Ingo Nolte bezeichnen das ESCCAP-Gremium als „selbst ernannte und somit selbst legitimierte Expertengruppe“. Dazu Folgendes: Bei der Gründung von ESCCAP im Jahr 2008 wurden die vier großen deutschen Fachverbände BTK, DVG, bpt und DKG-DVG eingeladen, jeweils geeignete Vertreter aus ihren Reihen für die Mitarbeit bei ESCCAP zu stellen, was alle vier Verbände getan haben. Darüber hinaus wurden die Kleintierkliniken und parasitologischen Institute aller fünf deutschen tierärztlichen Fakultäten eingeladen, an den ESCCAP-Empfehlungen mitzuarbeiten. Dieses Angebot wurde von den parasitologischen Instituten der Fakultäten Hannover, Berlin, Leipzig und Gießen sowie von den Kleintierkliniken Berlin, Gießen und München angenommen. Das Ergebnis war und ist ein vielschichtiges, unabhängig besetztes Gremium aus erfahrenen KleintierpraktikerInnen und VertreterInnen aller fünf deutschen Fakultäten.

Die Autoren Pfister und Nolte bezeichnen die ESCCAP-Empfehlung als „Richtlinien für die Entwurmung von Hunden und Katzen“. Diese Bezeichnung ist falsch. Denn: Erstens gibt ESCCAP keine Richtlinien heraus, und zweitens geht es ESCCAP nicht um die Entwurmung, sondern um die sachgerechte strategische Bekämpfung von Helminthen bei Hunden und Katzen, bei der die Entwurmung neben Diagnostik, Haltungs- und Hygienemaßnahmen nur einen Aspekt unter vielen ausmacht. Der korrekte, im gesamten Gremium abgestimmte und wohlüberlegte Titel lautet daher „ESCCAP-Empfehlungen zur Bekämpfung von Helminthen bei Hunden und Katzen“.

Die Autoren kritisieren – besonders gerichtet an die beteiligten Verbände –, dass die freiberufliche Unabhängigkeit von niedergelassenen Tierärzten/-innen durch die „ESCCAP-Richtlinien“ in Frage gestellt werde. In den ESCCAP-Empfehlungen wird deutlich darauf verwiesen, dass es sich eben nicht um „Richtlinien“ oder „Leitlinien“ handelt, sondern das Ziel aller ESCCAP-Empfehlungen lediglich ist, Tierärzten/-innen eine fundierte Entscheidungshilfe für eine sachgerechte Bekämpfung, Prävention, Metaphylaxe und Therapie an die Hand zu geben.

Deutsche Tierarztpraxen wurden und werden von ESCCAP auch nicht, wie von den Autoren Pfister und Nolte behauptet, mit „diversen Dokumentationen und Hochglanzbroschüren eingedeckt und regelrecht überflutet“. In den ersten Jahren nach der ESCCAP-Gründung wurden allen deutschen Tierärzten/-innen einmalig die Empfehlungen „Helminthen“ und „Ektoparasiten“ per Post zugeschickt. Seitdem erhalten lediglich Praxisneugründer einen Brief mit dem Angebot, den ESCCAP-Service zu nutzen. Materialien wie Empfehlungen und Broschüren werden aber nur dann zugeschickt, wenn Tierarztpraxen diese selber aktiv bei ESCCAP anfordern.

Die Autoren behaupten ferner, dass ESCCAP den Eindruck einer „prophylaktischen Wirksamkeit“ von Anthelminthika vermittle und den Tierhalter/-innen damit täuschen und in falscher Sicherheit wiegen würde. Dies ist falsch. Im Gegenteil: ESCCAP ist bemüht, besonders solche Fakten, die von Tierhalter/-innen häufig missverstanden werden, sachgerecht aufzuklären. So findet sich z. B. auf der ESCCAP-Website der Hinweis darauf, dass eine Wurmkur eben nur über 24 Stunden wirksam ist und keinerlei prophylaktischen Effekt hat. Der Entwicklungszyklus (Infektion, Präpatenz, Patenz) wird laienverständlich erklärt, und die Konsequenzen aus diesen Tatsachen für die Möglichkeiten und Grenzen des Schutzes vor Helminthen werden verdeutlicht.

Ebenso ist es falsch, dass ESCCAP argumentiert, eine pauschale Metaphylaxe in Form einer pauschalen Entwurmung sei preiswerter als die regelmäßige Untersuchung von Kotproben und damit der Diagnostik vorzuziehen. ESCCAP betont stets die Relevanz von Kotuntersuchungen und hat aus diesem Grund einen separaten Diagnostikleitfaden herausgebracht, in dem Tierärzten/-innen und Tiermedizinischen Fachangestellten verschiedene geeignete diagnostische Verfahren in Wort und Bild vermittelt werden.

Ein wesentlicher Kritikpunkt, der sich durch die gesamten Ausführungen der Autoren Pfister und Nolte zieht, ist die Unterstützung der ESCCAP-Arbeit durch Sponsoren. Ohne diese Unterstützung wäre keine ESCCAP-Arbeit möglich. Gleichzeitig bestehen aber keine inhaltliche Einflussnahme und schon gar keine Abhängigkeiten zwischen den Sponsoren und den bei ESCCAP Deutschland mitarbeitenden Verbänden, Professoren und Praktikern. Die Formulierung der ESCCAP-Empfehlungen findet bewusst und vollständig unter Ausschluss der Sponsoren statt. Dies wird durch die Kontrolle der beteiligten Verbände, deren Vertreter sowie der Universitätsmitarbeiter sichergestellt.

Der wohl zentrale Punkt der Ausführungen der Autoren Pfister und Nolte ist die Behauptung, das von ESCCAP empfohlene Vorgehen sei fachlich, veterinärmedizinisch und ethisch nicht vertretbar. Gesondert wird auf die Einschätzung des derzeitigen Verwurmungsgrads und der Resistenzlage verwiesen. Es würde an dieser Stelle zu weit führen, sämtliche angeführten Zahlen im Einzelnen zu kommentieren, zumal sämtliche ESCCAP-Empfehlungen mit aktuellen Studien hinterlegt sind. Dennoch dazu Folgendes:

  • Im deutschen ESCCAP-Gremium sind mit Prof. Dr. Christina Strube, Prof. h. c. Dr. Christian Bauer, Prof. Dr. Arwid Daugschies, Prof. Dr. Georg von Samson-Himmelstjerna vier der deutschen tiermedizinischen Fakultäten auf leitender Ebene vertreten. Beteiligt sind darüber hinaus Prof. Dr. Anja Joachim von der Veterinärmedizinischen Universität Wien und Prof. Dr. Peter Deplazes vom Institut für Veterinärparasitologie der Universität Zürich. Die veterinärparasitologische Fachkompetenz dieses Gremiums ist wohl nicht in Frage zu stellen. Und auch die lauteren Absichten und die fachliche Kompetenz aller weiteren beteiligten Universitätsprofessoren, Verbandsvertreter und Praktiker sind unantastbar.
  • Die von ESCCAP vertretenen, auf einer individuellen Risikoabschätzung basierenden Empfehlungen zur wiederholten Kotprobenuntersuchung oder Entwurmung berücksichtigen einerseits das Erkrankungsrisiko für die Hunde und Katzen sowie andererseits das von bestimmten Zoonoseerregern ausgehende Infektionsrisiko für die Menschen. In einer differenzierten und auf dem Stand des Wissens basierenden Abwägung empfiehlt das Gremium z. B. bei Hunden je nach individueller Risikoabschätzung eine jährliche, dreimonatige oder monatliche Kotprobenuntersuchung oder Entwurmung. Dieses Vorgehen wurde kürzlich nochmals auf Ebene der europäischen ESCCAP-Mitglieder einhellig als wissenschaftlich begründetes und ausgewogenes Verfahren empfohlen.
  • Die von den Autoren Pfister und Nolte geäußerte Behauptung, eine fachlich korrekt durchgeführte Kotprobenuntersuchung weise mit hoher Zuverlässigkeit den Verwurmungsstatus eines Tieres nach, ist derart verallgemeinert nicht korrekt. Wissenschaftliche Untersuchungen haben z. B. gezeigt, dass die Nachweissicherheit je nach vorliegender Wurmart und Infektionsintensität sehr großen Schwankungen unterworfen ist. So lassen sich Infektionen mit Bandwürmern offenbar in der Mehrzahl der Fälle durch die rein mikroskopische Kotprobenuntersuchung nicht zuverlässig erfassen. Weiterhin ergaben Kotproben, in denen z. B. weniger als 50 Spul- oder Hakenwurmeier pro Gramm Kot enthalten waren, je nach verwendetem Nachweisverfahren eine Sensitivität zwischen ca. 20 und 90 Prozent (Krämer A, Diss. TiHo Hannover 2005).
  • Es gibt derzeit in ganz Europa keine wissenschaftlichen Hinweise auf Anthelminthika-Resistenzen bei in Hunden und Katzen vorkommenden Würmern. Auch weltweit gibt es lediglich einzelne Veröffentlichungen aus Australien und den USA über Unwirksamkeiten bei Haken- bzw. Herzwürmern. Grundsätzlich bedeutet dies zwar nicht, dass solche Resistenzen nicht entstehen können, allerdings gibt es auch keinen Grund anzunehmen, es gäbe einen Automatismus, der zwangsläufig dazu führe. Denn entscheidende Unterschiede zu der Situation bei z. B. Wiederkäuern sind vergleichsweise wesentlich niedrigere Behandlungsfrequenzen, fundamental kleinere Bestandsgrößen, weniger große Parasitenpopulationen sowie eine erheblich niedrigere genetische Diversität bei den in Fleischfressern vorkommenden Parasiten. Nach aktuellem Wissensstand erscheint ein gezielter, maßvoller Einsatz von Anthelminthika bei Hund und Katze unbedenklich, umso mehr, wenn dabei Wirkstoffe unterschiedlicher Klassen verwendet werden.

Ein letzter Hinweis noch: Prof. Dr. Pfister und Prof. Dr. Nolte waren von ESCCAP eingeladen worden, die ESCCAP-Empfehlung zur Bekämpfung von Helminthen bei Hunden und Katzen VOR Veröffentlichung konkret im Einzelnen zu kommentieren und sich damit konstruktiv an der fachlichen Diskussion zu beteiligen. Sie haben diese Möglichkeit nicht wahrgenommen. Ihren aktuell veröffentlichten Standpunkt haben sie ebenfalls nicht direkt an das ESCCAP-Gremium gerichtet und damit einer kollegialen, fachlichen Diskussion außerhalb der Öffentlichkeit leider keine Möglichkeit gegeben.

ESCCAP Deutschland im Mai 2014, unterzeichnet von:

Bundestierärztekammer e.V. (BTK)
Bundesverband Praktizierender Tierärzte e.V. (bpt)
Deutsche Veterinärmedizinische Gesellschaft (DVG)
Deutsche Gesellschaft für Kleintiermedizin der DVG (DGK-DVG)

Prof. h. c. Dr. Christian Bauer vom Institut für Parasitologie vom Fachbereich Veterinärmedizin der Justus-Liebig-Universität Gießen, Vertreter der DVG im ESCCAP-Gremium
Prof. Dr. Arwid Daugschies, Direktor des Instituts für Parasitologie der Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Leipzig, Leiter der DVG-Fachgruppe Parasitologie und parasitäre Krankheiten
Prof. Dr. Manfred Kietzmann, Direktor des Instituts für Pharmakologie der Tierärztlichen Hochschule Hannover
Prof. Dr. Barbara Kohn, Klinik und Poliklinik für Kleine Haustiere, Fachbereich Veterinärmedizin, FU Berlin
Prof. Dr. Georg von Samson-Himmelstjerna, Direktor des Instituts für Parasitologie und Tropenmedizin der tierärztlichen Fakultät der FU Berlin, Vorsitzender von ESCCAP Deutschland
Prof. Dr. Christina Strube, PhD, Direktorin des Instituts für Parasitologie der Tierärztlichen Hochschule Hannover
Prof. Dr. Anja Joachim, Leiterin des Instituts für Parasitologie der Veterinärmedizinischen Universität Wien

7. Mai 2014/von 5xXwDWZY4Na60wRG
https://www.esccap.de/v2/wp-content/uploads/2020/10/csm_esccap_logo_98e7781a03.jpg 600 773 5xXwDWZY4Na60wRG https://www.esccap.de/v2/wp-content/uploads/2020/06/ESCCAP-DE-Logo-340x156-1.png 5xXwDWZY4Na60wRG2014-05-07 17:56:362021-03-19 11:53:13Stellungnahme zu dem Artikel von Prof. Dr. Pfister und Prof. Dr. Nolte
Web-Bannern zu dem „Online-Entwurmungstest“ von ESCCAP

Neuer ESCCAP-Service: Web-Banner für die eigene Praxiswebsite

Unkategorisiert Allgemein TH

Tierarztpraxen können die Besucher ihrer eigenen Praxiswebsite jetzt mit attraktiv gestalteten Web-Bannern zu dem „Online-Entwurmungstest“ von ESCCAP leiten.

Hunde- und Katzenhalter können dort anhand eines Fragebogens individuell ermitteln, wie oft bei ihrem Vierbeiner eine Kotuntersuchung vorgenommen werden sollte bzw. eine anthelminthische Behandlung empfohlen ist.

Der „Online-Entwurmungstest“ kann eingesehen werden unter https://esccap.de/entwurmungstest/. Die Web-Banner zur Verlinkung stehen in verschiedenen Formaten zur Verfügung und können zum Einbau auf die eigene Praxiswebsite kostenlos angefordert werden unter info@esccap.de.

7. Februar 2012/von 5xXwDWZY4Na60wRG
https://www.esccap.de/v2/wp-content/uploads/2020/10/csm_WEB_Banner_1b7435569f.jpg 600 788 5xXwDWZY4Na60wRG https://www.esccap.de/v2/wp-content/uploads/2020/06/ESCCAP-DE-Logo-340x156-1.png 5xXwDWZY4Na60wRG2012-02-07 18:08:042021-03-19 11:56:44Neuer ESCCAP-Service: Web-Banner für die eigene Praxiswebsite
Logo EuroCongress

ESCCAP-Vortrag auf dem EuroCongress 2010

Unkategorisiert Allgemein TA

Rund 250 Tierarzthelfer/innen besuchten in diesem Juli den EuroCongress in Hohenroda. In Seminaren und Vorträgen namhafter Referenten wie Prof. Dr. Martin Kramer, Prof. Dr. Reto Neiger und PD Dr. Sabine Tacke ließen sich die Helfer/innen praktisch wie theoretisch auf den neuesten Stand bringen. Und auch ESCCAP war vor Ort aktiv. Neben einem Info-Stand, an dem die Praxismaterialien von ESCCAP eingesehen und kostenlos bestellt werden konnten, hielt Tierärztin und ESCCAP-Sekretärin Thekla Vennebusch einen Vortrag zu den häufigsten Fragen zu Würmern bei Hunden und Katzen, mit denen sich Tierhalter/innen direkt an das ESCCAP-Büro wenden. Der Vortrag wurde mit großem Interesse angenommen, und es entstand eine lebhafte Diskussion, in der praxisnah und konkret Fragen und Antworten vermittelt werden konnten. Tierarztpraxen, die eine schriftliche Zusammenfassung der häufigsten Tierhalter/innen-Fragen und sachgerechte Antworten darauf haben möchten, können dies per Mail unter info@esccap.de anfordern.

7. Juli 2010/von 5xXwDWZY4Na60wRG
https://www.esccap.de/v2/wp-content/uploads/2020/10/EuroCongress-2010.jpg 604 1120 5xXwDWZY4Na60wRG https://www.esccap.de/v2/wp-content/uploads/2020/06/ESCCAP-DE-Logo-340x156-1.png 5xXwDWZY4Na60wRG2010-07-07 18:22:122021-03-19 12:01:33ESCCAP-Vortrag auf dem EuroCongress 2010
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