Reisen mit Hund – der richtige Parasitenschutz für jedes Land

Sie verreisen mit Ihrem Hund und möchten wissen, was Sie dabei beachten müssen? Erfahren Sie hier, welcher Schutz für Ihren Hund sinnvoll ist und welche Krankheiten beim Hund auftreten können. Genaue Informationen zu Ihrem Urlaubsziel erhalten Sie in unserem kostenlosen Reisetest!

Klicken Sie einfach weiter unten auf unserer Europakarte Ihr Urlaubsziel an. Sie erhalten sofort eine Übersicht mit allen Informationen, die für den Parasitenschutz Ihres Vierbeiners wichtig sind! Nutzen Sie auch die praktische Erinnerungsfunktion: Um den Parasitenschutz für Ihren Hund nicht zu verpassen, erhalten Sie automatisch eine E-Mail-Erinnerung. 

Was muss man beachten, wenn man mit dem Hund in den Urlaub fährt?

Wenn der nächste Urlaub mit dem Hund ansteht, kommt sehr schnell die Frage auf, was es der Gesundheit des Tieres zuliebe zu beachten gilt. Gibt es in anderen Ländern oder Klimazonen Krankheitsüberträger oder Krankheiten? Ist Ihr Vierbeiner aktuell wirksam vor Zecken, Flöhen, Würmern sowie anderen Parasiten in der Urlaubsregion geschützt?

Unser kostenloser Reisetest bietet Ihnen Antworten auf viele Fragen, die sich vor einem Urlaub mit Hund stellen. Hier finden Sie die jeweiligen Anforderungen und Empfehlungen zum Schutz vor verschiedenen Parasiten in den einzelnen Ländern Europas. 

Welcher Schutz kann für Hunde sinnvoll sein?

Je nach Urlaubsland können unterschiedliche Maßnahmen zum Schutz des Hundes vor Parasiten sinnvoll beziehungsweise notwendig sein. Eine Übersicht für Ihr Reiseziel finden Sie auf der Europakarte. Dort können Sie ein Land anklicken und sehen die von ESCCAP empfohlenen Maßnahmen.

Folgende Schutzmaßnahmen können abhängig vom Reiseland sinnvoll sein:

  • Schutz vor Flöhen

Das Risiko, sich mit Flöhen anzustecken, ist für Hunde in den verschiedenen europäischen Ländern unterschiedlich hoch. Entsprechend individuell sind die Schutzmaßnahmen. Welche ESCCAP gegen Flöhe in den verschiedenen Reiseländern empfiehlt, können Sie der Landkarte entnehmen.

  • Schutz vor Zecken

Es gibt verschiedene Zeckenarten, die mit ihrem Stich Erreger bestimmter Krankheiten wie etwa Babesiose, Borreliose, Ehrlichiose oder Anaplasmose auf Hunde übertragen können. ESCCAP empfiehlt daher, Hunde vor einem Zeckenbefall und damit vor dem Risiko zeckenübertragener Erkrankungen zu schützen. In welchen Ländern besonderer Schutz gegen die unterschiedlichen Zeckenarten notwendig ist, zeigt Ihnen die Landkarte.

  • Mückenschutz für Hunde 

Schutzhalsbänder und Spot-on-Tinkturen halten Mücken von Hunden wirksam ab. Den Schutz sollten Sie während der Reise regelmäßig in den angegebenen Wirkungsintervallen auffrischen. Insbesondere der Schutz vor Sandmücken, welche die Erreger der Leishmaniose übertragen, spielt in einigen Ländern eine wichtige Rolle. Ob Sandmücken an Ihrem Reiseziel vorkommen, erfahren Sie aus der Landkarte. 

  • Wurmkur gegen Herzwürmer

Herzwürmer (Dirofilaria immitis) sind in zahlreichen Ländern Süd- und Osteuropas verbreitet, wo sie von bestimmten Stechmücken auf Hunde übertragen werden. Neben dem Schutz gegen Mücken (siehe oben) ist eine vorbeugende Behandlung gegen die Herzwurmerkrankung ratsam. 

  • Wurmkur gegen Band-, Spul- und Hakenwürmer

Eine Reise ins Ausland kann in südlichen Regionen ein zusätzliches Risiko für Ihren Hund bedeuten, sich mit bestimmten Band-, Spul- und Hakenwürmern zu infizieren. Welche Gefahren an Ihrem Reiseziel durch Würmer drohen können und welche Schutzmaßnahmen empfohlen sind, zeigt Ihnen unsere Landkarte.

  • Impfung gegen Leishmaniose

Sandmücken übertragen die Leishmaniose, ausgelöst durch den Erreger Leishmania infantum. Diese Mücken sind im südlichen Europa weitverbreitet. Ein recht wirkungsvoller Impfstoff gegen Leishmanien existiert zwar, er schützt aber lediglich, indem er Erkrankungserscheinungen, jedoch nicht Infektionen vermindert. Auch ein Schutzschirm gegen Mücken mittels Spot-on-Präparat oder Schutzhalsband kann eine Leishmanien-Infektion nicht vollständig ausschließen. Optimal ist daher eine Kombination aus Impfung und einem speziellen Mückenschutz für Hunde. Erfahren Sie aus unserer Landkarte, ob auch in Ihrer Urlaubsregionen das Risiko für eine Infektion mit Leishmanien besteht.

Welche Reisekrankheiten können bei Hunden auftreten?

In verschiedenen Ländern Europas können Flöhe, Mücken und Zecken eine Reihe von Krankheitserregern übertragen, die in heimischen Regionen nicht verbreitet sind oder sogar gar nicht vorkommen. Das Risiko ist groß, dass sich Ihr Hund auf Reisen mit diesen Erregern ansteckt und daran erkrankt oder diese möglicherweise unbemerkt mit in die Heimat zurückbringt. Deshalb ist vor allem der vorbeugende Schutz vor Parasiten, die diese sogenannten Reisekrankheiten übertragen, besonders wichtig. Zu den wichtigsten Krankheiten, die im europäischen Ausland und teilweise auch schon im Süden Deutschlands auftreten, gehören:

  • Leishmaniose

Überträger der Leishmaniose sind Sandmücken der Gattung Phlebotomus. Diese sind in Europa vor allem im Mittelmeerraum weitverbreitet. Dort sind sie mindestens von April bis November aktiv. Grundsätzlich sollten Sie vor jeder Reise in riskante Gebiete überlegen, ob Sie den Hund wegen des Infektionsrisikos überhaupt mitnehmen sollten.

  • Babesiose 

Zecken sind mögliche Überträger der gefährlichen, vor allem für den Hund teils lebensbedrohlichen Babesiose. Die Übertragung findet mit dem Stich und Saugakt der Zecke statt, wobei es Stunden bis Tage dauern kann, ehe es zu der Übertragung von Erregern kommt. In Deutschland stehen derzeit keine zugelassenen Impfstoffe gegen Babesiose zur Verfügung. Das Risiko einer Infektion lässt sich aber durch einen vorbeugenden Zeckenschutz weitestgehend reduzieren. 

  • Ehrlichiose

In verschiedenen Ländern übertragen infizierte Zecken auch das Bakterium Ehrlichia canis auf Hunde, den Erreger der Ehrlichiose. Als Überträger nimmt die braune Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus) beim Saugakt Babesien auf, die sich in den roten Blutkörperchen infizierter Tiere befinden und dort vermehren. Anschließend breiten sich die Babesien in der Zecke in bestimmten Geweben aus, entwickeln sich weiter und beim nächsten Stich der Zecke kommt es zu einer Übertragung. Die Erkrankung tritt vor allem in tropischen und subtropischen Gebieten auf, in Europa ist vor allem die Mittelmeerregion betroffen. Die beste Maßnahme gegen die Infektion mit Ehrlichia canis ist ebenfalls ein wirksamer Schutz vor Zecken. 

Diese Themen könnten Sie auch interessieren: