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Lehrbuch der Parasitologie
für die Tiermedizin
Prof. Dr. med. vet. Peter Deplazes, Prof. Dr. med. vet., Dr. h.c. Johannes Eckert, Prof. Dr. med. vet. Georg von Samson-Himmelstjerna, Prof. Dr. med. vet. Horst Zahner
3., überarbeitete Aufl., November 2012
Enke-Verlag, Stuttgart
639 S., 421 Abb.
Folgende Idee kam aus der Praxis: Mit den Impf-Erinnerungen, die ohnehin jährlich an die Kunden der Praxis versendet werden, einfach auch einen ESCCAP-Anamnesebogen mitschicken (einfach kostenfrei als Abreißblock mit 50 Blättern bei uns anfordern). Die TierhalterInnen können damit zu Hause in Ruhe die Risikogruppe des Tieres individuell ermitteln. Mit dem Ergebnis kommen TierhalterInnen dann in die Praxis und fragen nach entsprechenden Maßnahmen. Ihnen werden dann vom Praxisteam entsprechend der Risikogruppe Kotuntersuchung und/oder Wurmkuren angeboten, und man erhält den ESCCAP-Flyer für TierhalterInnne mit weiteren Informationen.
In einem dreiminütigen Film klärt ESCCAP TierhalterInnen im Internet auf, wie sich Hund und Katze mit Würmern anstecken können und wie man seinen Vierbeiner sachgerecht schützen kann. Diesen Film haben wir TierhalterInnen nicht nur auf unsere eigenen Website zur Ansicht gestellt, sondern auch auf mehr als 50 Internetplattformen wie YouTube, Tier-TV und MeineTierwelt verbreitet.
Ziel ist es, TierhalterInnen damit dauerhaft über alle möglichen Kanäle anzusprechen, damit diese nachhaltig umdenken und ein sachgerechter Parasitenschutz irgendwann zur Selbstverständlichkeit wird.
Tierarztpraxen, die den ESCCAP-Film gern auf ihrer eigenen Homepage nutzen möchten, können dies kostenfrei tun – gern senden wir Ihnen die dafür notwendigen Daten zu.
Für die einfache, aber sachgerechte Ermittlung individueller Entwurmungsfrequenzen bei Hunden und Katzen in der Praxis hat ESCCAP jetzt einen schematischen Behandlungsbaum entwickelt, mit dem Tierärzte/innen und Praxisteam in vier einfachen Schritten ermitteln können, wie oft ein Tier gegen welche Würmer behandelt werden sollte. In diesem Entwurmungsschema wird nach wesentlichen Kriterien differenziert wie z. B. der Form des Auslaufes, dem Kontakt zu Artgenossen oder Angewohnheiten wie Fressen von Kot oder Jagen von Beutetieren. Ergänzend hat ESCCAP einen Anamnesebogen für Tierhalter/-innen umgesetzt. Damit können Patientenbesitzer in der Praxis eigenständig die individuelle Risikogruppe ihres Tieres ermitteln und anschließend geeignete Maßnahmen mit Tierarzt/-ärztin oder Praxisteam besprechen. Entwurmungsschema und Anamnesebogen können von Tierarztpraxen kostenfrei bei uns im Servicebereich angefordert oder heruntergeladen werden.
Geht man davon aus, dass im Schnitt nur 3 Prozent aller Hunde in Deutschland mit dem Spulwurm Toxocara canis infiziert sind – was vorsichtige Schätzungen sind – wird allein Berlin täglich mit 165 Millionen infektiöser Spulwurmeier kontaminiert. Eier, an denen sich nicht nur andere Hunde, sondern auch der Mensch anstecken können. Zur Berechnung:
„Diese Zahlen verdeutlichen, dass die ‚Ausrede‘, es seien ohnehin nur wenige Hunde mit Spulwürmern befallen, kein Grund sein darf, eine gewissenhafte Wurmkontrolle zu vernachlässigen“, erklärt Prof. Dr. Thomas Schnieder.
Wie häufig Kotuntersuchungen bzw. Behandlungen gegen Würmer notwendig sind, hängt u. a. von Haltung, Ernährung und Auslauf des Tieres ab. Ein Schema und ein Online-Test zur Ermittlung des individuellen Risikos befinden sich im Bereich für TierhalterInnen der Internetseite von ESCCAP. Kann das Risiko nicht ermittelt werden, sollten mindestens vier Kotuntersuchungen bzw. Behandlungen im Jahr vorgenommen werden.
Die gesundheitliche Beeinträchtigung von Hunden und Katzen durch Wurmbefall wird vielfach unterschätzt. Wie stark Organismus und Immunsystem beansprucht werden, zeigt zum Beispiel, dass es bei Askaridenbefall nicht selten zu einer starken zellulären Reaktion kommt, die sich in einer Erhöhung der eosinophilen Granulozyten bemerkbar macht. Auch leberspezifische Enzyme können erhöht sein. Trotz dieser Fakten wird der Bekämpfung von Würmern oft wenig Aufmerksamkeit gewidmet. Machen Sie Ihrer Klientel daher deutlich, dass Wurmbefall keineswegs nur ein hygienisches, sondern auch ein gesundheitliches Problem ist, vor dem eine sachgerechte Wurmkontrolle schützen kann. Unter dem Menüpunkt Servicebereich auf dieser Website finden Sie Praxis-Materialien, die Sie bei der individuellen Beratung Ihrer Klientel unterstützen.
Eine Impfung bei Hunden und Katzen sollte nur dann vorgenommen werden, wenn diese keinen akuten Wurmbefall haben. Ist der Patient bereits zur Impfung in der Praxis, ist es aber zu spät, dies zu kontrollieren oder einen vorliegenden Befall zu behandeln. ESCCAP rät Tierarztpraxen daher, einen Hinweis auf Bedeutung der Wurmkontrolle bereits in die Impf-Erinnerung einzubauen, z. B. mit folgendem Text:
„Die gesundheitlichen Beeinträchtigungen von Hunden und Katzen durch einen Wurmbefall werden vielfach unterschätzt. Wie stark Organismus und Immunsystem beansprucht werden, zeigt zum Beispiel die Tatsache, dass es bei einem Spulwurmbefall nicht selten zu einer Veränderung im Blutbild kommt. Weiße Blutkörperchen, die der Immunabwehr dienen, treten dann vermehrt auf. Auch leberspezifische Enzyme können erhöht sein. Aus diesem Grund sollte Ihr Tier bei einer Impfung keinen akuten Wurmbefall haben, da die notwendige Immunantwort auf die Impfung sonst gestört werden und die Impfung weniger wirksam sein könnte. Bringen Sie uns daher bitte wenige Tage vor der Impfung Ihres Hundes/Ihrer Katze eine Kotprobe Ihres Tieres zur Untersuchung in die Praxis, oder aber sprechen Sie uns rechtzeitig an, damit eine Entwurmung mindestens 14 Tage und maximal vier Wochen vor der Impfung vorgenommen werden kann.“
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