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Flöhe bei der Katze

Flöhe sind blutsaugende, flügellose und seitlich abgeplattete parasitische Insekten (Ektoparasiten), die Säugetiere und Vögel befallen und sich laufend oder springend fortbewegen. Wenn Ihre Katze von Flöhen befallen ist, dann äußert sich das meist in wiederholtem Juckreiz. 

Bild von Deedee86 auf Pixabay

Einleitung 

Welche Flöhe befallen die Katze?

Woher bekommt die Katze Flöhe? 

Wie erkenne ich Flöhe bei der Katze?   

Umgebungsreinigung bei Flohbefall wichtig   

Wie behandelt man Flöhe bei der Katze?   

Gibt es Hausmittel gegen Flöhe bei der Katze?   

Flöhe sind von der Katze auf den Menschen übertragbar!   

Gibt es Besonderheiten beim Flohbefall von Katzenbabys?   

FAQ

Einleitung 

Ein Flohbefall ist für betroffene Katzen sehr unangenehm. Daher ist es wichtig, Flöhe bei der Katze frühzeitig zu behandeln. Dazu dient neben geeigneten Medikamenten aus der tierärztlichen Praxis eine gründliche Umgebungsreinigung. Die Anwendung von Hausmitteln hingegen ist für Ihre Katze möglicherweise schädlich. Außerdem fehlt es an wissenschaftlichen Belegen für deren Wirksamkeit gegen einen Flohbefall. Es ist zudem möglich, dass Flöhe von der Katze auf den Menschen übergehen. 

Welche Flöhe befallen die Katze? 

Die häufigste Flohart bei der Katze ist der Katzenfloh (Ctenocephalides felis). Dieser ist allerdings nicht wirtspezifisch. Das heißt, er befällt ebenso andere Heimtiere wie Hunde oder Vögel sowie Menschen, um Blut zu saugen. 

Weitere Floharten, die Ihre Katze möglicherweise befallen, sind der Hundefloh (Ctenocephalides canis) und der Igelfloh (Archaeopsylla erinacei). Seltener kommen Geflügelflöhe (Echidnophaga gallinacea), der Kaninchenfloh (Spilopsyllus cuniculi) sowie der Menschenfloh (Pulex irritans) bei Katzen vor.

Woher bekommt die Katze Flöhe? 

Flöhe sind in Deutschland das ganze Jahr über aktiv. Im Frühjahr und Sommer haben sie im Freien Hochsaison.  Im Herbst und Winter finden sie in beheizten Wohnräumen besonders gute Entwicklungsbedingungen. 

Bei idealen Umgebungsbedingungen vergehen zwei Wochen, bis sich Flohei über das Larven- und Puppenstadium bis zum ausgewachsenen Floh entwickelt hat. 

Ideale Bedingungen herrschen etwa bei höheren Temperaturen in einer feuchten Umgebung ohne direkte Sonneneinstrahlung. 

Bei ungünstigen Bedingungen dauert die gesamte Entwicklung bis zu 140 Tage. Wenn allerdings kein geeigneter Wirt vorhanden ist, verharren Flöhe bis zu einem Jahr in ihrem Kokon. 

Das Schlüpfen des erwachsenen Flohs verursachen bestimmte Reize, die der Wirt auslöst. Liegt Ihre Katze etwa auf ihrem Lieblingsplatz oder springt sie auf ihr Kissen, lösen die wärmere Umgebungstemperatur oder sich ändernde Druckverhältnisse den Schlüpfvorgang aus. 

Wenn Flöhe bei der Katze auftreten, finden Sie in ihrem Fell nur adulte Flöhe. Diese legen auf dem Körper der Katze ihre Eier ab. Die Eier fallen dann vermehrt an den Orten von ihr herunter, an denen sie sich am häufigsten aufhält. 

Dort schlüpfen und verpuppen sich die Larven und wachsen unbemerkt zu Flöhen heran. Zum Zurückziehen nutzen die Larven Ritzen. 

Es ist wichtig, gleich bei den ersten Anzeichen von Flöhen bei der Katze zu handeln. So verhindern Sie, dass die Flöhe die Wohnung und Orte, die Ihre Katze regelmäßig aufsucht, massenhaft besiedeln. 

Wie erkenne ich Flöhe bei der Katze? 

Wenn Ihre Katze von Flöhen befallen ist, treten die ersten Anzeichen meist schleichend auf. Zunächst kratzt sie sich nur gelegentlich, doch je mehr Flöhe auftreten, desto stärker wird der Juckreiz. 

Muss Ihr Stubentiger sich anhaltend kratzen, sind oft Hautwunden, Entzündungen und Haarausfall die Folge. Reagiert Ihre Katze allergisch auf den Flohspeichel, kommt es zu 

  • extrem starken Juckreiz am gesamten Körper, 
  • Haarbruch, 
  • Hautknötchen (Papeln) und 
  • entzündlichen Hautveränderungen mit Pusteln. 

Unbehandelt breitet sich eine schmerzhafte und nässende Hautentzündung (Dermatitis) im Bereich des Rutenansatzes, am Bauch und an den hinteren Gliedmaßen aus. 

Um eine Flohspeichelallergie-bedingte Hautentzündung auszulösen bzw. aufrecht zu erhalten, ist häufig nur ein einziger Floh nötig. Dementsprechend schwierig ist es oft, diesen nachzuweisen bzw. als Ursache der Hautentzündung zu identifizieren. 

Flohstich oder Flohbiss? Falls Sie sich gerade beim Lesen gewundert haben: Flöhe besitzen stechend-saugende Mundwerkzeuge und verursachen damit bei der Katze – entgegen häufigen Bezeichnungen – Flohstiche und nicht Flohbisse.

Umgebungsreinigung bei Flohbefall wichtig 

Um Flöhe bei der Katze erfolgreich zu bekämpfen, ist es wichtig, nicht nur Ihre Katze zu behandeln. Entscheidend ist eine gründliche Umgebungsreinigung an den Orten, die Ihre Katze häufig besucht und an denen sie am liebsten verweilt. 

Denn an all ihren Lieblingsorten wie 

  • Körbchen, 
  • auf Schlafdecken, 
  • Kissen, 
  • auf Teppichen, 
  • Ihrem Bett oder 
  • Sofa 

befinden sich Eier, Larven und Puppen, aus denen sich erwachsene Flöhe entwickeln. Diese befallen Ihre Katze oder Sie und Ihre Familie schließlich erneut. 

Die Umgebungsreinigung erfolgt parallel zur kontinuierlichen medikamentösen Behandlung Ihres Stubentigers. Dazu saugen Sie täglich Teppiche, Polster, Schlafplatz und Decken gründlich ab oder waschen diese (wenn möglich) bei mindestens 60 Grad Celsius. Bei einem normalen Flohbefall sind diese Maßnahmen ausreichend. 

Bei einem stärkeren Befall ist eine zusätzliche Behandlung mit Präparaten, die eine direkte Wirkung auf Floheier, -larven oder -puppen haben, nötig. Dabei gibt es zwei sich ergänzende und sinnvollerweise kombiniert anzuwendende Optionen: 

Sie können Ihre Katze mit einem Präparat behandeln, das verhindert, dass erwachsene Flöhe ihre Eier auf Ihrer Katze ablegen, aus denen sich Larven, Puppen und schließlich neue Flöhe entwickeln. 

Sie behandeln die Schlaf-, Liege- und Lieblingsplätze, Transportkorb oder andere häufig von Ihrer Katze aufgesuchten Stellen mit einem Anti-Floh-Spray. Für die Behandlung ganzer Räume stehen entsprechende Vernebler zur Verfügung. 

Wichtig zu wissen ist, dass der noch nicht ausgereifte Floh im Puppenstadium vor Insektiziden gut geschützt ist. Daher ist es sinnvoll, die Schlaf- und Liegeplätze Ihrer Katze kontinuierlich weiterzubehandeln. 

Wie behandelt man Flöhe bei der Katze? 

Ist Ihre Katze von Flöhen befallen, gilt es, vorhandene Flöhe auf dem Stubentiger mit einem geeigneten Anti-Floh-Mittel schnellstmöglich abzutöten, um einen Teufelskreis zu verhindern. 

Entsprechende Mittel erhalten Sie in der tierärztlichen Praxis in Form von Kautabletten, Sprays, Spot-ons, Puder oder Halsbändern. 

Die Flohbehandlung ist entsprechend der Wirkdauer der verwendeten Produkte (s. u.) zu wiederholen. 

Mit Flohkämmen lassen sich Eier, die noch nicht von Ihrer Katze abgefallen sind, auskämmen. 

Die Anti-Floh-Mittel sind mit unterschiedlichen Wirkdauern erhältlich. Manche schützen nur vier Wochen und sind entsprechend einmal im Monat anzuwenden, andere schützen bis zu acht Monate. 

Da Flöhe häufig Bandwürmer übertragen, ist es sinnvoll, Ihre Katze parallel zur Flohbehandlung auf Wurmbefall untersuchen zu lassen bzw. zu entwurmen. 

Gibt es Hausmittel gegen Flöhe bei der Katze? 

Vielleicht haben Sie Bedenken, Ihre Katze mit einem Anti-Floh-Mittel, also einem Insektizid, aus der Apotheke oder dem Fachmarkt zu behandeln. Möglicherweise sind Sie deshalb auf der Suche nach vermeintlich weniger schädlichen Alternativen. 

Im Internet wimmelt es nur so vor alternativen Behandlungsmethoden – vielen Menschen ist dabei nicht bewusst, dass einige dieser Hausmittel unter Umständen sehr schädlich für ihr Haustier sind. Darüber hinaus fehlen die wissenschaftlichen Belege für ihre Wirksamkeit gegen Flohbefall bei der Katze. 

Teebaumölhaltige Produkte werden häufig gegen Flöhe angeboten. Teebaumöl allerdings ist nach der Einschätzung des Bundesinstituts für Risikobewertung giftig für Ihre Katze. Das gilt vor allem, wenn man es mehrmals anwendet oder zu hoch dosiert. 

Zu Vergiftungserscheinungen kommt es auch dann, wenn Sie das Mittel äußerlich an Ihrer Katze anwenden. Über die Fellpflege oder über die Haut gelangen die Terpene und Phenole aus dem Teebaumöl in den Organismus. Diese kann Ihre Katze nur schwer abbauen und ausscheiden. In hohen Dosen löst es darüber hinaus bei Ihrer Katze und bei Ihnen selbst Allergien aus. 

Als ungeeignet gegen Flöhe haben sich Duftlampen mit ätherischen Ölen aus zum Beispiel Lavendel und Minze erwiesen. In einer für Ihre Katze unschädlichen Dosis direkt auf dem Fell angewendet, ist die Wirkung nur von kurzer Dauer. In erster Linie aber stellen ätherische Öle für die feine Nase Ihrer Katze eine Geruchsbelästigung dar. 

Zwar wirken Knoblauchknollen und Zwiebeln im Labor gegen bestimmte Entwicklungsstadien von Flöhen und Zecken, jedoch enthalten beide Lauchgewächse giftige Substanzen. Diese zerstören den Blutfarbstoff Hämoglobin und damit die roten Blutkörperchen. Eine Blutarmut (Anämie) ist gegebenenfalls die Folge. Mögliche Vergiftungserscheinungen sind Erbrechen, Durchfall und Appetitverlust. Auch hier ist eine Wirkung gegen die Flöhe bei der Katze wissenschaftlich nicht nachgewiesen. 

Auch wenn Hausmittel wie Kokosöl gegen Flöhe im Internet angepriesen werden und diese kurzfristig wirken und nicht schädlich für Ihre Katze sind, helfen Sie ihr besser, weil effektiver, wenn Sie sie in Absprache mit Ihrer tierärztlichen Praxis mit wissenschaftlich erprobten Mitteln gegen Flöhe behandeln.

Flöhe sind von der Katze auf den Menschen übertragbar! 

Der Katzenfloh ist nicht wirtsspezifisch, befällt also nicht nur Katzen. Dadurch ist es möglich, dass die Flöhe Ihrer Katze auch Sie befallen und stechen. 

Flöhe verursachen durch ihren Stich nicht nur einen starken Juckreiz und allergische Reaktionen, sie sind auch Überträger verschiedener Krankheitserreger. Dazu zählen der Erreger einer mit Hautveränderungen einhergehenden Fiebererkrankung (Rickettsia felis), der Gurkenkernbandwurm (Dipylidium caninum) oder der Erreger der Katzenkratzkrankheit (Bartonella henselae), der Bartonellose. 

Bei all diesen Beispielen handelt es sich um Zoonose-Erreger. Das bedeutet, dass die Flöhe der Katze möglicherweise auch Sie anstecken, wenn sie Träger dieser Erreger sind. 

Gibt es Besonderheiten beim Flohbefall von Katzenbabys? 

Junge Tiere sind während ihrer Wachstumsphase bereits vielfältigen körperlichen Entwicklungsanforderungen ausgesetzt und aufgrund ihres noch nicht voll ausgereiften Immunsystems sehr empfindlich gegenüber Krankheitserregern. 

Daher sind besonders Welpen zuverlässig vor einem Flohbefall zu schützen. Dabei ist die für das jeweilige Flohprodukt vorgeschriebene Altersgrenze, ab der es verwendet werden darf, zu beachten.

 FAQ

Wie bekomme ich Flöhe bei der Katze weg?

Flöhe bei der Katze lassen sich mit zahlreichen Medikamenten aus der tierärztlichen Praxis behandeln. Diese sind in Form von Halsbändern, Tabletten, Sprays oder Spot-Ons erhältlich. Wichtig ist darüber hinaus eine regelmäßige Umgebungsbehandlung.

Können Katzenflöhe auf Menschen übergehen?

Der Katzenfloh ist nicht wirtsspezifisch. Er ist somit in der Lage, andere Tierarten und den Menschen zu befallen.

Wie sehen Flöhe bei Katzen aus?

Flöhe sind flügellose und seitlich abgeplattete Insekten. Bei der Katze verursachen sie unterschiedliche Symptome. Dazu zählen Haarbruch, Hautknötchen (Papeln) und nässende Hautentzündungen mit Pusteln.

Weitere Informationen finden Sie in unserem Factsheet „Wichtige Hinweise zur Bekämpfung von Flöhen bei Hunden und Katzen“ sowie in unserem Flyer „Wie oft muss ich gegen Flöhe & Zecken behandeln?“.

Hier Factsheet „Wichtige Hinweise zur Bekämpfung von Flöhen bei Hunden und Katzen" herunterladen
Hier „ESCCAP-Flyer „Wie oft muss ich gegen Flöhe & Zecken behandeln?“ herunterladen

Stand: Februar 2026

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