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Leishmaniose beim Hund

Einleitung  

Woran erkenne ich, ob mein Hund an Leishmaniose erkrankt ist?   

Wie lässt sich die Leishmaniose beim Hund nachweisen?   

Was hilft gegen Leishmaniose beim Hund?   

Wie lange kann ein Hund mit einer Leishmaniose leben?   

Wie lässt sich einer Leishmaniose beim Hund vorbeugen?   

Ist Leishmaniose auf den Menschen übertragbar?   

Einleitung

Die Leishmaniose wird von Sandmücken auf Hunde übertragen – insbesondere in wärmeren Regionen im Süden besteht für die Tiere das Risiko, sich mit Leishmanien anzustecken. Bleibt eine Leishmaniose beim Hund unentdeckt, hat das unter Umständen schwerwiegende Folgen für die Gesundheit des betroffenen Tiers. denn: Auch durch eine medikamentöse Behandlung ist eine vollständige Beseitigung des Erregers derzeit nicht möglich. Für viele HundebesitzerInnen ist es daher wichtig, zu wissen, wie lange ihr Hund mit Leishmaniose leben kann. Doch das lässt sich pauschal nicht sagen. Ist ein Hund an Leishmaniose erkrankt, verbleibt der Erreger für gewöhnlich ein Leben lang im Körper. Dadurch kommt es im Laufe seines Lebens unter Umständen zu wiederkehrenden Krankheitsausbrüchen. Für Hunde, die zwischen April und November etwa mit in den Mittelmeerraum, nach Afrika oder den mittleren Osten reisen, besteht ein erhöhtes Risiko, von Sandmücken gestochen zu werden. Sandmücken der Gattung Phlebotomus (Schmetterlingsmücke) sind potenzielle Überträger des Einzellers Leishmania infantum, dem Erreger der Leishmaniose.

Quelle: Esccap.de

Woran erkenne ich, ob mein Hund an Leishmaniose erkrankt ist?

Wenn sich ein Hund mit Leishmanien angesteckt hat, bedeutet das nicht zwingend, dass es erkennbare Anzeichen einer Erkrankung gibt. Ob oder in welcher Form sich die Leishmaniose beim Hund bemerkbar macht, hängt unter anderem davon ab, wie sein Immunsystem auf den Erreger reagiert. 

Häufig sind veränderte Hautareale im Bereich des Stichs der Sandmücke – vor allem an den Rändern der Ohren, der Nase sowie am Unterbauch – erste Anzeichen für eine Infektion. Diese fallen HundehalterInnen jedoch selten auf. 

Weitere Hinweise auf Leishmaniose beim Hund sind: 

  • Vergrößerte Lymphknoten 
  • Verringerter Appetit 
  • Gewichtsverlust 
  • Schwäche 

Behandelt man die Leishmaniose nicht, führt sie beim Hund möglicherweise zu schwerwiegenden Folgen oder verläuft tödlich. 

Zögern Sie nicht, bei folgenden Anzeichen Ihre Tierärztin oder Ihren Tierarzt nach Rat zu fragen: 

  • Schwäche und fehlender Appetit 
  • Schuppige Hautveränderungen 
  • Ausfallendes Fell/Haarverlust 
  • Geschwüre an der Haut 
  • Verhornende Hautbereiche 

Je schneller eine Behandlung erfolgt, desto größer ist die Chance, dass keine weiteren Organe wie die Nieren sowie Gefäße, Augen, Muskeln oder Gelenke von der Infektion betroffen sind.

Wie lässt sich die Leishmaniose beim Hund nachweisen?

Für TiermedizinerInnen ist der Hinweis, dass sich Ihr Hund vor längerer Zeit oder kürzlich im südlichen Ausland aufgehalten hat, wichtig für die Diagnosefindung. Vor diesem Hintergrund suchen sie gezielt nach weiteren Anzeichen einer Leishmaniose und nutzen individuelle Bluttests, um beispielsweise Antikörper gegen Leishmanien aufzuspüren. 

Bei einem positiven Befund stehen den MedizinerInnen weitere, noch spezifischere Tests (PCR-Test) zur Verfügung, um eine Leishmaniose beim Hund sicher abzuklären. Hierzu werden unter Umständen Gewebeproben etwa aus den Lymphknoten benötigt.

Was hilft gegen Leishmaniose beim Hund?

Bei einer nachgewiesenen Leishmania-Infektion in Kombination mit eindeutigen Anzeichen der Erkrankung stehen verschiedene Medikamente zur Verfügung, um Ihren Vierbeiner zu behandeln. 

Eine medikamentöse Behandlung ist in der Regel langandauernd und aufwendig. Auch nach einer erfolgreichen antiparasitischen Behandlung verbleiben Leishmanien im Körper, sodass die Erkrankung häufig zu einem späteren Zeitpunkt wieder Probleme verursacht. 

Schlägt die Therapie gut an, verbessern sich die Symptome meist innerhalb weniger Wochen. Dennoch dauert es oft mehrere Monate, bis die klinischen Anzeichen der Leishmaniose beim Hund vollständig abgeklungen ist. 

Neben der medikamentösen Behandlung können Sie Ihren Hund im Falle einer Leishmaniose mit einer gezielten Ernährung unterstützen: Für betroffene Tiere ohne Anzeichen einer Nierenerkrankung empfehlen ExpertInnen ein Hundefutter mit moderatem Eiweißgehalt und einem Plus an Omega-Fettsäuren, Zinksulfat sowie Antioxidantien. 

Wie lange kann ein Hund mit einer Leishmaniose leben?

Es lässt sich keine allgemeingültige Aussage darüber treffen, wie lange ein Hund mit Leishmaniose leben kann. Ist ein Hund nach medikamentöser Therapie symptomfrei, raten ExpertInnen, die Behandlung zu beenden. 

Da sich der Erreger nicht aus dem Organismus der betroffenen Tiere entfernen lässt, sollte man mithilfe von Bluttests die Aktivität des Erregers regelmäßig bestimmen. Die Bluttests erfolgen idealerweise drei Monate nach dem Ende einer Behandlung sowie fortlaufend alle sechs Monate. 

So ist es möglich, frühzeitig auf ein Wiederaufkeimen der Erkrankung zu reagieren und den Hund mittels weiterer Behandlung bestmöglich zu unterstützen. 

Wie lässt sich einer Leishmaniose beim Hund vorbeugen?

Der beste Leishmaniose-Schutz für Ihren Hund ist, ihn nicht mit auf Reisen in die genannten Verbreitungsgebiete von Sandmücken zu nehmen. Ist das nicht möglich, empfiehlt es sich, vor Ort darauf zu achten, Ihren Hund am Abend und in der Nacht im Haus zu halten. 

Sandmücken sind vor allem nachts und in der Dämmerung aktiv. Mückennetze an Fenstern und Türen helfen, die Insekten von den Tieren fernzuhalten. 

Ihre Tierärztin oder Ihr Tierarzt kann Ihnen zudem Insekten-abweisende Substanzen für Ihren Hund empfehlen, vor denen Sandmücken zurückweichen. Mit deren Anwendung lässt sich das Risiko für eine Übertragung von Leishmanien nachgewiesenermaßen deutlich senken. 

Aktuell ist in Deutschland ein Leishmaniose-Impfstoff verfügbar. Die rechtzeitige Impfung (mind. vier Wochen vor der Reise) vermindert die Schwere der Erkrankung und verringert das Risiko, dass Ihr Hund erkrankt, bietet aber keinen umfassenden Schutz. Optimal ist daher eine Kombination aus Impfung und einem speziellen Mückenschutz mit abweisenden Substanzen. 

Ist Leishmaniose auf den Menschen übertragbar?

Die Leishmaniose gehört zu den Zoonosen. Das heißt, Sandmücken können den Erreger auch auf den Menschen übertragen. 

Weltweit infizieren sich laut Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) jährlich etwa 700.000 bis eine Million Menschen mit der Leishmaniose. Wenn Betroffene keine Behandlung erhalten, verläuft die Erkrankung insbesondere für Kinder sowie Menschen mit eingeschränktem Immunsystem gegebenenfalls tödlich. Bei Gesunden bricht die Erkrankung hingegen nicht aus. 

Weitere Informationen zu Vorkommen, Biologie, Symptome, Diagnose und Therapie finden Sie in der ESCCAP-Guideline „Empfehlungen zur Bekämpfung von durch Vektoren übertragenen Krankheiten bei Hunden und Katzen“

Hier „ESCCAP- Empfehlungen zur Bekämpfung von durch Vektoren übertragenen Krankheiten bei Hunden und Katzen“ herunterladen

Stand: April 2026

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